Dos & Don‘ts in der Werbung


03.04.2017

Praktisches Service-Handbuch für die Österreichische Werbewirtschaft in seiner ersten Auflage erschienen

Der Österreichische Werberat startet Initiative zur Bewusstseinsbildung in der Österreichischen Werbewirtschaft: Auf Basis der Erfahrungen von mehr als 3.000 Beschwerden aus der Bevölkerung und rund 1.400 Werberats-Entscheidungen wurde dafür der Leitfaden „Dos & Don’ts in der Werbung" entwickelt, der anhand von nachgestellten Beispielen die „Grauzonen" des Ethik-Kodex behandelt und Grenzen bildlich darstellt.

ÖWR-Präsident Michael Straberger über die Grundintention des Service-Handbuchs

„Mit ,Dos & Don`ts in der Werbung‘ bieten wir der werbetreibenden Wirtschaft eine echte Orientierungshilfe rund um Themen der Ethik und Moral in der Werbung an. Verantwortliche können die daraus gewonnenen Learnings für ihre Arbeit nutzen und Imageschäden für eine Marke oder das Unternehmen verhindern".

Darüber hinaus kann das Handbuch als weiteres Instrument einer gut funktionierenden Selbstregulierung verstanden werden, „um die", so Straberger weiter, „von drohenden, einschränkenden Gesetzen, freie Werbewelt in Österreich zu wahren".

Martin Kargl, HEROLD Geschäftsführer und CEO

„Wir beschäftigen uns intensiv mit effizienter Werbung für KMU und achten schon seit langem darauf, dass die Empfehlungen des Österreichischen Werberats von unseren Kunden eingehalten werden. Daher ist es mir eine große Freude, das vorliegende Projekt zu unterstützen und dabei mitzuhelfen, dass der Leitfaden des Werberats an möglichst viele heimische Klein- und Mittelständische Betreibe verteilt wird".

Thematische Übersicht

Konkret werden die Themenbereiche „Ethik und Moral", „Gewalt", „Geschlechterdiskriminierende Werbung" sowie „Kinder und Jugendliche" und „Ältere Menschen" behandelt.

„Wesentliche inhaltliche Inputs lieferten die regelmäßig stattfindenden Workshops mit unseren Werberätinnen und Werberäten", erklärt Andrea Stoidl, Geschäftsführerin des ÖWR. Dabei wurden Fragen diskutiert wie „Wann wird Blickfangwerbung problematisch?", „Wann beginnt die Herabwürdigung eines Menschen" oder auch „Wann wird die werbliche Übertreibung ein Problem?".

Die Erkenntnisse daraus sowie die Anzahl der Beschwerden zu den jeweiligen Bereichen führten schließlich zur gewählten Auswahl und Aufbereitung der genannten Themen des Ethik-Kodex.

Entsprechend wurde gerade der „Geschlechterdiskriminierung in der Werbung" ausreichend Raum gewidmet. Hier reicht das Inhaltsspektrum von Aspekten der „Abwertung", des „Produktzusammenhangs und Blickfangwerbung" bis hin zur „Werbung in der Erotikbranche" und „Stereotypen".

Im Zusammenhang mit Werbung für „Kinder und Jugendliche" geht es vor allem um „Werbung, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet", die „Darstellung von Kindern und Jugendlichen in der Werbung" und die thematische Auseinandersetzung mit der Darstellung von gesundheitlich bedenklichen Körperformen.

Zielgruppe & Verbreitung

Der Leitfaden „Dos & Don’ts in der Werbung" richtet sich vor allem an die Zielgruppe der werbetreibenden Wirtschaft – im Fokus dabei Klein- und Mittelbetriebe - in ganz Österreich sowie an verantwortungsbewusste Medienunternehmen und Kreativ- & Media-Agenturen.

Die erste Auflage umfasst 4.500 Druckexemplare. Die Verteilung erfolgt durch unsere Mitglieder und Fachgruppenorganisationen, somit ist mit wenig bis keinem Streuverlust zu rechnen.

In elektronischer Form findet die aktive Verbreitung über gezielte Mitgliederansprache, Newsletter und die Fachgruppenorganisationen statt. Darüber hinaus wird der Leitfaden von Herold an rund 60.000 seiner Kunden versendet.

Flash-Version des Handbuches finden Sie hier
Vollversion des Handbuches finden Sie hier

Über den Österreichischen Werberat

Der Österreichische Werberat (ÖWR) ist ein unabhängiges Organ des Vereines „Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft". Der ÖWR fördert mittels freiwilliger Selbstbeschränkung der Österreichischen Werbewirtschaft das verantwortungsbewusste Handeln der Werbewirtschaft und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit. Die Zuständigkeit des Werberates erstreckt sich auf alle Maßnahmen im Bereich Wirtschaftswerbung. Im Detail hat der ÖWR die Aufgabe Fehlentwicklungen bzw. Missbräuche in der Werbung zu korrigieren und dient damit sowohl dem Konsumenten als auch verantwortungsbewussten Werbeunternehmen.